10 Fakten zum Gitarrenverstärker (Kaufratgeber)

In den letzten zwei Jahrzehnten hat sich im Bereich der Gitarrenverstärker einiges getan. Die Revolution hat auch hier nicht halt gemacht.

Zu Beginn der Verstärker waren die Geräte ein riesengroßes Instrument, das sehr schwer war. Heute gibt es Gitarrenverstärker, die klein sind und jedes Musikerherz höher schlagen lassen. Die digitalen Alleskönner sind wahre Konkurrenz zu den großen Geräten.

Bei der heutigen Auswahl ist es nicht einfach, den richtigen Gitarrenverstärker für seine eigenen Bedürfnisse zu finden. Damit es ein wenig leichter fällt haben wir alle wichtigen Informationen rund um das Thema Gitarrenverstärker zusammengetragen und für Euch übersichtlich sortiert.

Der Gitarrenverstärker

Der Gitarrenverstärker ist ein Gerät, welches dafür sorgt, dass das Signal der E-Gitarre lauter zu hören ist. Durch das Schlagen der Gitarrensaite entsteht ein Ton. Bei einer E-Gitarre ist es sinnvoller, gerade wenn der Gitarrist mit anderen Instrumenten zusammenspielt, den Ton lauter zu machen. Über eine vorhandene Buchse nimmt das Kabel den Ton auf und bringt ihn in den Verstärker. Im Verstärkter wird der Klang also der Ton bearbeitet und so geformt, dass er lauter und deutlicher zu hören ist. Jetzt kann die E-Gitarre auch in einem Orchester besser zu hören sein.

Die Geschichte des Verstärkers

Der Verstärker begann sich in den 1930er Jahren zu entwickeln. Zu der Zeit waren Bigbands voll im Trend und sie spielten auf allen Bühnen. Unter den Musikern befanden sich auch immer wieder Gitarristen, die ihr Können an der E-Gitarre präsentieren wollten. Aber schon bei den ersten Auftritten wurde deutlich, dass die E-Gitarre kaum zu hören war. Die anderen Instrumente waren um ein Vielfaches lauter und somit ging der Ton der Gitarre unter.

Im Jahr 1934 entschied Gibson sich, sich dem Problem anzunehmen. Die damalige Musikindustrie hat bis dahin auf Produkte gesetzt, die bekannt waren, aber es war Zeit für neue Dinge. Er erfand ein Gerät, das die Töne lauter machte. Dazu kam dann auch direkt ein neues Design der alten Dinge. Das sorgt für einen Wendepunkt im Bereich der Musik. Durch die Erfindung des ersten Verstärkers war klar, dass auch der Korpus der Gitarre nicht verändert werden muss. Auch mit einer kleinen Gitarre kann man schöne Töne produzieren.

Mit der Zeit wurden die Dezibelzahlen immer höher und 1935 kam der erste Verstärker auf den Markt, der in Sachen Dezibelzahlen deutlich besser war als alle Modelle im Vorfeld.

Allerdings muss auch gesagt werden, dass die Gitarre eigentlich nur als Versuchsobjekt genommen wurde. Erst mit der Zeit hat sich der Verstärker auch in die Richtung der Gitarre entwickelt.
1933 wurde Walter Fuller damit beauftragt einen praktikablen Tonabnehmer zu erfinden. Nur ein Jahr später hatte er auch Erfolg und entwickelte den EH-150. Nur ein Jahr danach kam der ES-150 auf den Markt. Zusammen mit einer Gitarre war er endlich ein vollwertiges Musikinstrument.

Durch die Praxistauglichkeit und die Qualität wurde die Gitarre nun zum Musikinstrument, das immer mehr in den Vordergrund rückte.

Charlie Christian sorgte für den Durchbruch

Zwar wurden die Gitarren nun immer mehr gesehen und im Orchester berücksichtigt, ab er erst durch Charlie Christian kam der endgültige Durchbruch. Mit dem Benny Goodman Orchester arbeitet er eine neue Musikgeneration aus. Er entwickelte den Charlie Christian PU. Das ist ein drahtumwickelter Eisenkern, der als Magnet diente. Durch die großen Magnete wurde die Performance der Gitarre immer lauter. Auch heute noch gilt dieser Jazz-Tonabnehmer als einer der besten aller Zeiten.

Neue Maßstäbe in Sachen Röhrenverstärker

Leo Fender designte, neben Gibson an neuen Verstärkern. Durch diese beiden wurde der Sound der 50er Jahre geprägt. Erst später, in den 1960er Jahren kamen Marshall und Vox dazu.

Marshall und Vox

Gitarrenverstärker Marshall

Die beiden Unternehmen hatten ihren Sitz in England und buhlten immer um den Erfolg. Sie wollten beide bei der neuen Rock-Szene mitmischen. Aber erst die Beatles haben dafür gesorgt, dass die Vox Amps ins Gespräch kamen. Bis zu diesem Zeitpunkt ging es nur darum, den Ton sauber und klar laut herüberzubringen. Die ungewollten Verzerrungen waren den Musikern ein Graus, aber das war auch nur eine gewisse Weile der Fall.

Die Verzerrungen wurden zum Markenzeichen

Musiker wie Eric Clapton und Ritchie Blackmore haben sich diese ungewollten Töne zu nutzen gemacht und sie für ihre Zwecke genutzt. Auch Jimi Hendrix war unter den ersten, die sich die Verzerrungen zu Nutze machten. Am Ende der 1960er Jahre wurden die Verzerrungen ein Muss in der Musikwelt. Es wurde immer neuere Verzerrungen gefordert und in die Musik eingebaut.

Die 1970er Jahre

Einen weiteren Sprung in der Geschichte wurde in den 1970er Jahren deutlich als das Master-Volumen entwickelt wurde. Das Master-Volumen zeichnet sich dadurch aus, dass die Verzerrungen in der Endstufe generiert wurden. Die verzerrten Sounds konnten so nicht nur auf der Bühne genossen werden, sondern auch auf Zimmerlautstärke gehört werden.

Ein guter Gitarrenverstärker

Wie gesagt, hat sich in den letzten Jahrzehnten ein wahrer Hype bei den Verstärkern entwickelt. Heute muss es kein Vollröhrer mehr sein, um einen guten Sound zu erzeugen. Mittlerweile haben sich die Hersteller auf kleine Produkte festgelegt, die durch neue Konzepte und technische Neuheiten punkten. Heute können gute Gitarrenverstärker durchaus klein und handlich sein. Wichtig ist das Können und die Technik.

Die Kaufkriterien für einen Gitarrenverstärker

Gitarrenverstärker

Bei der Suche nach einem passenden Gitarrenverstärker sind einige wichtige Faktoren zu beachten. Dazu gehören:

1. Was ist gewollt?
2. Lieber ein Verstärker für die Bühne, den Proberaum oder Zuhause?
3. Eher eine Amp oder was flexibles?
4. Bereit für Kompromisse in Sachen Sound?

Das sind die wichtigsten Fragen, die vor dem Kauf geklärt sein sollten. Dann ist die Suche wesentlich einfacher.

Der Übungsverstärker

Ein Gitarrenverstärker, der rein zum üben sein soll, sollte ein Leistung von 15 bis 30 Watt aufweisen. Zudem besitzt sie im Normalfall zwei Kanäle. Features wie Kopfhörerausgang oder Anschlüsse für externe Audioquellen sind bei den kleineren Modellen eher nicht vorhanden. Bei den mittleren Modellen sind diese Zusatzfeatures eher zu finden. Zudem gibt es die Einstellung auf Tages- und Nachtzeit.

Die 50 Watt Verstärker

Eine Etage höher liegen die Verstärker mit 50 Watt. Sie haben ein höheres Leistungsvolumen und sind zudem flexibler. Sie sind für Proberäume genauso geeignet wie für die Bühne. Aber auch hier gibt es Unterschiede, denn Musiker, die mit einem Schlagzeug im Hintergrund spielen sollten mindestens 50 Watt Verstärker haben.

Die 100 Watt Verstärker

In Bezug auf die Lautstärke punktet der 100 Watt Lautstärker für die Gitarre. Er besitzt mindestens zwei Kanäle, einen Transistor oder Röhren und viele interne Effekte. Der Verstärker ist nicht nur für den Proberaum geeignet, sondern kann sein Können auch auf der Bühne präsentieren.

Drei Kategorien der Gitarrenverstärker

Im Grunde gibt es drei Kategorien, in denen die Verstärker unterteilt sind.

1. Lead
2. Crunch
3. Clean

Die Clean Verstärker

Im Bereich der Clan Gitarrenverstärker sind alle Sounds vorhanden, die komplett ohne Verzerrungen arbeiten. Sie klingen also rein. Diese Soundart ist wichtig, wenn die Gitarre in mehrere Stilrichtungen eingesetzt wird. Beispielsweise für New Rock, Country, Rock, Pop, Jazz oder Blues.

Die Crunch Verstärker

Der Crunch Verstärker ist für alle Soundrichtungen geeignet, der immer wieder mit Verzerrungen versehen wird. Er dient als zweites Standbein und ist in den Bereichen AC/DC zu finden. Der spezielle Gitarrenverstärker ist nicht nur in einer Band einzusetzen, auch im Solospiel zeigt er sein Können.

Der Lead Verstärker

Der Lead Verstärker ist perfekte, wenn satte Verzerrungen zum Hauptsegment gehören. Stramme Riffs und Solointerpretationen sind für diesen Verstärker perfekt. Beispielsweise findet man solche Umstände im Bereich des Hard Heavy Metalls.

Der richtige Übungsverstärker

Es gibt ein paar klare Anforderungen für einen Übungsverstärker, der in den eigenen vier Wänden eingesetzt werden soll. Dazu gehören

  • Der Gitarrenverstärker sollte in der Regel leise klingen. Im Grunde sollte er also nur eine geringe Wattzahl haben. Das sorgt dafür, dass Du in Ruhe üben kannst, ohne die Nachbars zu belästigen.
  • Der Gitarrenverstärker sollte einen Ausgang für Kopfhörer haben. So kannst Du ihn auch ohne Lautsprecher spielen und sich selber hören. Passende Kopfhörer gibt es Online und im Handel. Der Vorteil liegt darin, dass Du auch in der Nacht üben kannst, ohne jemanden zu stören. Das ist nur mit einem Lautsprecherausgang nicht möglich.

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