Gitarre spielen lernen für Anfänger (10 Praxis Tipps)

Ein Musikinstrument zu lernen ist für viele Menschen ein Traum. Es gibt eine Vielzahl von Instrumenten, die in Frage kommen. Das beliebteste Musikinstrument ist aber schon seit Jahrzehnten die Gitarre. Das Lernen der Gitarre ist relativ einfach. Schon nach kurzer Zeit sind die ersten Rhythmen vorhanden, die Akkorde gelernt und auch die richtigen Fingersätze sehen nur zu Beginn schwer aus.

Jeder kann Gitarre spielen lernen

Die Grundvoraussetzung zum Gitarre spielen ist ein musikalisches Gehör. Das ist nicht bei jedem Menschen gleich gut. Es gibt Menschen, die haben ein sehr gutes musikalisches Gehör und andere hingegen nicht. Leichter fällt das Gitarre lernen den Menschen, die schon Vorkenntnisse haben.

Die Motivation ist entscheidend

Gitarre spielen lernen kann theoretisch gesehen jeder Mensch, denn das Gehirn lernt von der Geburt an laufend neue Dinge und dazu kann auch das Gitarre spielen lernen gehören. Allerdings muss die Motivation vorhanden sein. Die Motivation ist dafür zuständig, dass nicht nach wenigen Übungsstunden die Gitarre in die Ecke gestellt wird, denn es muss nicht nur Theorie gebüffelt werden, auch die praktische Umsetzung kann dauern.

Wenn die Motivation vorhanden ist, dann ist es viel einfacher das Gitarre spielen zu erlernen. Es gibt verschiedenste Musikrichtungen, von Rock über Pop bis hin zu Funk. Aber nicht nur Motivation allein sorgt für das Gitarre spielen. Auch Disziplin und Übung gehört dazu. Wichtig ist, dass es Fragen gibt, die ihr mit einer Antwort konkret beschreiben könnt. Je besser das klappt desto besser ist die Motivation.

Die zwei Arten

Im Grunde wird bei den Gitarrenspielern zwischen zwei Arten unterschieden, der Autodidakt und der Gitarrist, der mit Unterstützung spielt. Der Autodidakt bringt sich das Gitarre spielen lieber selber bei.

Der Autodidakt

Das Selbstvertrauen dieses Menschen ist sehr hoch und auch die Motivation kann sich sehen lassen. Er nimmt verschiedene Möglichkeiten wahr, um sich das Gitarre spielen selber beizubringen. Dazu gibt es heute verschiedenste Möglichkeiten.

  • DVD: Die DVD ist das beliebteste Medium. Hier kann mitten im Lied einfach gestoppt werden, um sich die einzelnen Schritte erneut anzuschauen.
  • E-Books: Die E-Books sind für die theoretischen Lernübungen zuständig.
  • Zeitschriften: Die Zeitschriften dienen eher als eine Art Zusatzmaterial. Sie haben inspirierende Inhalte und allerlei Informationen rund um das Gitarre spielen.
  • Internet: Das Internet ist ideal, um das Gitarre spielen zu lernen. Hier gibt es zahlreiche Videos, Online-Kurse, Tutorials und Hilfsmaterialien wie Noten und Tabellen. Die Informationen sind meist frei zugänglich und können jederzeit aufgerufen werden.

Gitarre spielen lernen mit Hilfe von anderen

Gitarre lernen

Es gibt aber auch die Menschen, die Gitarre spielen lernen wollen, aber dafür Hilfe benötigen. Hier eignet sich ein Nachhilfelehrer. Privater Gitarrenunterricht wird in Kulturzentren, in Freizeitgruppen und in Musikschulen angeboten. Einige Musiklehrer bieten sogar die Möglichkeit an, dass sie nach Hause kommen. Ein Vorteil ist vor allen Dingen der regelmäßige Unterricht, der durch einen Profi durchgeführt wird. Der Lehrer sorgt für einen strukturieren Unterricht und bietet Hilfestellungen zu jeder Zeit an.

Welcher Gitarrenlerner bin ich?

Die richtige Art des Gitarren lernens wird aufgrund der Persönlichkeit, der musikalischen Fähigkeiten und der Konzentrationsfähigkeit ausgesucht. Anhand der eigenen Einschätzung ist das Herausfinden welcher Gitarrenlerner Du bist ganz einfach.

Die Selbstständigkeit ist wichtig

Eine wichtige Eigenschaft, um Gitarre spielen zu lernen ist die Selbstständigkeit. Musik macht Freude, kann aber auch zur Qual werden, wenn das Lernen ein Zwang ist. Von Anfang an sollte das Gitarre spielen lernen Spaß machen und gern gemacht werden. Nur so können realistische Ziele erreicht werden. Ideal ist, wenn Du dich täglich 30 Minuten mit der Gitarre beschäftigst. Das ist besser als wenn Du nur einmal in der Woche 3 Stunden übst.

30 Minuten üben gut eingeteilt

Damit die 30 Minuten Gitarre üben am Tag gut eingesetzt sind, bietet sich folgende Aufteilung an.

  1. Die ersten 10 Minuten sind zum Wiederholen von schon erlernten Techniken perfekt.
  2. Die nächsten 10 Minuten muss das musikalische Gehör trainiert werden. Dazu eignen sich die Lieblingssongs perfekt.
  3. Die letzten 10 Minuten sind perfekt, um eine neue Technik zu üben oder einen neuen Song einzustudieren.

Ziele setzen

Damit das Gitarre spielen lernen funktioniert, solltest Du dir schon im Vorfeld Ziele setzen. Durch diese Zielsetzung kannst Du schneller Erfolge feststellen und bist motivierter. Dabei solltest Du dir ruhig 4 Ziele setzen.

  1. Tabulatur lesen lernenDie Tabulatur besteht aus sechs Linien. Jede Linie stellt eine Gitarrensaite dar. Auf den Linien sind Zahlen vorhanden, die den Bund vorgeben. Mit Hilfe der Tabulaturen werden Akkord- und Tonfolgen dargestellt.
  2. Grundakkorde kennenDie Akkorde sind die Grundlage für alle Songs. Es gibt Moll- und Durakkorde. Sie erscheinen in der Grundform und werden erweitert, um den Akkord zu ändern. Die Grundakkorde sind der Grundstein für das Gitarre spielen lernen.
  3. Gitarrenhals greifen lernenDie Grundvoraussetzung, um Gitarre zu spielen ist die Fingerposition. Der Gitarrenhals ist hierfür am Wichstigsten. Damit Du leichter spielen kannst, solltest Du das Spielen am Gitarrenhals ausführlich üben.
  4. Riffspiele trainierenDer letzte Punkt ist das Riff spielen. Nachdem nun die Theorie schon gut klappt, sollten die ersten Riffs geübt werden.

Wann mit dem Gitarre spielen beginnen?

Grundsätzlich ist es sinnvoll, das Gitarre spielen so früh wie möglich zu lernen. Kinder lernen einfach viel schneller als ein Erwachsener. Das ist bewiesen, aber auch bei Kindern gilt, dass der Spaß vorhanden sein muss. Es bringt nichts, wenn das Kind zum Spielen gezwungen werden muss.

Gitarre lernen für Anfänger – so funktioniert es

Das Gitarre spielen lernen beginnt mit den ersten Schritten. Die grundlegenden Griffe und Akkorde sind schon geübt und auch die Gitarre ist bekannt. Jetzt sollten die ersten Schritte gemacht werden. Die Basisgriffe sind A und E.

Die grundlegenden Techniken sind das Schlagen und das Zupfen. Das einfache Schlagen ist gerade zu Anfang sehr interessant. Das Zupfen ist zum Spielen auf besondere Art gedacht. Hier wird die Art des Spielens von gewöhnlichen Schlagen unterschieden. Beim Gitarre spielen lernen für Anfänger bietet es sich an, dass mit beiden Arten gearbeitet wird.

Die Unterschiede von Zupfen und Schlagen

Gitarre zupfen

Zupfen und Schlagen sind die Techniken, die zum Gitarre spielen für Anfänger am häufigsten verwendet werden. Das Schlagen wird genutzt, wenn das Lied mit der Gitarre begleitet werden soll. Beim Zupfen wird der Song gespielt. Da bedeutet:

  • Das Zupfen sorgt beim Gitarre spielen dafür, dass die Melodie erkannt werden kann. Außerdem ist das Lied deutlich zu erkennen. Das ist beim Schlagen nicht so einfach.
  • Beim Schlafen wird das Lied nur durch Akkorde begleitet. Diese wechseln in rhythmischen Abständen und somit wird nur ein neuer Akkord deutlich. Das Lied selber wird nur unterstützt und kann durch das Schlagen kaum erkannt werden.

Grundsätzlich ist das Zupfen der Gitarre viel schwieriger als das Schlagen.

Die Gitarre zupfen für Anfänger – die Musterbestandteile

Das Zupfen ist nicht so einfach, kann aber erlernt werden. Dabei werden die Akkorde mit Hilfe eines Musters gegriffen. Die Muster sind

  • D für den Daumen
  • Z für den Zeigefinger
  • M für den Mittelfinger
  • R für den Ringfinger
  • K für den kleinen Finger

Das Picking Muster

Das bekannteste Muster ist das Standard Picking Muster. Der Daumen nimmt sich der tiefen E-Saite, der A oder D-Saite an. Der Zeigefinger beschäftigt sich mit dem G, der Mittelfinger mit dem H und der Ringfinger mit dem E. Vier Schläge gehören in ein Zupfmuster. Beim Zupfen musst Du darauf achten, dass beim Zupfen nicht die gesamte Hand gezogen wird, sondern nur die Finger. Sobald die komplette Hand genutzt wird, bürgert sich das ein und der Fehler kann schwer behoben werden. Damit das funktioniert müssen die Finger in der Luft bleiben und dürfen nicht an de Gitarre abgestützt werden. Zu Beginn reicht es, wenn der kleine Finger abgestützt wird.

Das Zupfen von Einzeltönen für Anfänger

Damit das Zupfen von Einzeltönen auch für Anfänger nicht zu schwierig wird, muss viel Übung sein, denn Einzeltöne sind schwerer als komplette Akkorde. Die Koordination spielt hier eine wichtige Rolle. Zu jeder Zeit musst Du konzentriert sein, damit die Einzeltöne gut betont sind. Die Koordination der Finger ist viel anspruchsvoller.

Motivation aufrecht erhalten

Auch wenn das Gitarre spielen für Anfänger nicht dauerhaft erfolgreich ist, muss Du die Motivation immer aufrecht halten. Nicht immer macht das Üben Spaß und führt zum Erfolg. Es gibt auch Tage und Übungsstunden, die wenig erfolgreich sind und keinen Spaß machen. Gerade bei diesen Tagen muss die Motivation dauerhaft erhalten sein. Aufgeben gilt nicht, denn nur mit viel Übung kannst Du das Gitarre spielen für Anfänger voll ausnutzen.

Es wird immer jemanden geben, der besser spielt und schneller lernt. Aber Du musst sich mit deinem Können und deinem Wissen in Szene setzen. Nimm doch einfach die Unterstützung von denen an, die es schon besser können. So lernst Du das Gitarre spielen ebenfalls viel besser. In der Gruppe kann das Lernen noch mehr Spaß machen.

Das Stimmen der Gitarre

Gitarre stimmen

Gerade als Anfänger muss Du lernen, deine Gitarre zu stimmen. Grundsätzlich wird eine Gitarre innerhalb von drei Minuten gestimmt. Zu den wichtigsten Grundlagen gehören die Basistöne. Das sind E, A, D, G, H und E. Gestimmt wird die Gitarre aufgrund der Stimmmechaniken. Hierzu werden die einzelnen Mechaniken an den Seiten gedreht bis die gewünschte Tonhöhe erreicht ist. Zur Unterstützung bieten sich Online-Apps an. Mit den richtigen Einstellungen sind die Töne richtig und hören sich beim Spielen sehr gut an.

Zum Gitarre spielen lernen für Anfänger immer ein Plektrum nutzen

Grundsätzlich kannst Du die Gitarre mit den Fingern spielen, aber ein Plektrum ist schonender und einfacher. Das Plektrum ist ein kleiner Helfer aus Plastik, der das Spielen auf der Gitarre vereinfacht. Die Saiten werden einfacher geschlagen und die Finger geschont. Ob Du lieber mit einem Plektrum spielen möchtest oder mit den Fingern, das bleibt Dir überlassen.

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